Talking Digital – Was genau ist Working out Loud (WoL) mit Mara Hollasch (Episode 83)

In der letzten Folge des Talking Digital-Podcasts 2021 sitzt Timo fast alleine vorm Mikrofon. Aber zum Glück hatte Mara Hollasch Zeit. Das freut Timo besonders, nicht nur, weil sie aus Hannover kommt, sondern auch ein spannendes Thema im Gepäck hat: Die Social Media Managerin von Wilkhan spricht mit Timo über Working out Loud: Was genau hat es damit auf sich und wie ist Mara überhaupt zu ihrem ersten WoL-Circle gekommen?

Mara beschreibt WoL als ein Set an Methoden, „die einem dabei helfen, das eigene Netzwerk zu erweitern und wertschätzende Beziehungen aufzubauen“. Das Ganze funktioniert in einem WoL-Circle, der über einen Zeitraum von 12 Wochen läuft. Man trifft sich mit vier, fünf Personen in einer Peer Support Group, um sich gegenseitig bei dem Erreichen von Zielen zu unterstützen. Dabei geht es um zielgerichtetes Entdecken, den Aufbau und die Pflege von Beziehungen, Großzügigkeit, sichtbare Arbeit und wachstumsorientierte Denken, vielen auch bekannt als Growth Mindset.

Für Mara dienen die Circle als eine Hilfestellung, um die Methodik zu erlernen, „die Treffen gehen aber weit darüber hinaus. Sie waren immer das Highlight meiner Woche, weil man so viel Unterstützung und ehrliches Interesse erfährt”. Die Social Media Managerin berichtet über ihre Erfahrung aus zwei unterschiedlichen WoL-Circlen, an denen sie teilgenommen hat. Anschließend diskutiert sie zusammen mit Timo, wie sich die WoL-Methodik in Unternehmen einsetzen lässt, um Change Prozesse voranzutreiben. Zum Abschluss teilt Mara noch ihren Tool Tipp.

Wir wünschen allen Talking Digital-Hörer:innen entspannte Feiertage , eine erholsame Zeit und einen guten Start ins Jahr 2022, in dem wir wieder wundervolle Gäste begrüßen dürfen.

Links zu dieser Folge
Geführte WOL Programme findet man hier: https://community.workingoutloud.com/all-courses
Gruppe Working Out Loud auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/groups/4937010/
Gruppe Working Out Loud auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/workingoutloud
Buch Working Out Loud von John Stepper: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1057600445
Zum WOL Circle Workbook (ist für Einzelpersonen kostenlos, man muss sich nur einmal anmelden): https://community.workingoutloud.com/courses/4615833?utm_source=manual
Talking Digital Tool Tip
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Talking Digital – Warum es einen Millionen-Fonds für Agentur-Startups braucht mit Tilo Bonow, CEO Piabo (Episode 82)

Sein Herz schlägt für die Zukunft. Und weil Tilo Bonow die Zukunft der Agenturwelt in Deutschland und international mitgestalten möchte, hat er zusammen mit Michael Young in diesem Jahr einen Fond aufgelegt, der Agentur-Startups in der Kommunikationsbranche unterstützen soll. Mit diesem Joint Venture namens MXP Ventures stellen die beiden rund zehn Millionen US Dollar für Gründer:innen zur Verfügung, „die Entrepreneur-Material haben und die die Welt durch innovatives Denken verändern wollen“.

In der neuen Episode von Talking Digital spricht der CEO von Piabo PR mit Kristin und Sachar darüber, warum es einen (oder genau diesen) Millionen-Fonds für Agentur-Start-ups braucht. „Ich will nicht nur Dienstleister sein, sondern auch ein echter Teil der Community und etwas zurückgeben“, erklärt Tilo den Antrieb, gemeinsam mit seinem US-Partner den Fonds für Kommunikationsunternehmer:innen ins Leben zu rufen.

Tilo wendet seine Erfahrungen als Angel-Investor an, indem er nun Inkubator für angehende Agenturgründer:innen in der Kommunikations- und Marketingbranche wird. Dabei wollen sie aber „keine Klone von Piabo kreieren“, sondern schauen auch in andere Branchen und Spezialisierungen. Nach wenigen Monaten ist die Resonanz groß, aktuell gilt es die Unternehmer:innen mit dem größten Potenzial herauszufiltern. Dafür braucht es einen klaren Plan und Entrepreneurial Spirit und klar, die Nachfrage auf dem Markt, also ein bestehendes Netzwerk und Kund:innen.

Zum Abschluss teilt Tilo noch seinen Tool-Tipp und entfacht damit eine hitzige Diskussion über Elektroautos.

Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:15 All Things Tech, All Things Innovation, All Things Digital: Über Tilo Bonow
04:42 Ein Herz für die Zukunft
08:43 Fonds für Agentur-Start-ups in der Kommunikation
15:58 Ein Teil vom Kuchen: Wie funktioniert der Fonds?
26:43 Rocket Internet der Kommunikationsbranche und Netzwerkagentur?
31:50 Trends in den kommenden Jahren: Digital & Tech First
37:03 Buy or Build: Gibt es nicht schon genug Kommunikationsagenturen?
43:10 Self Awareness: Schuster bleib bei deinen Leisten
45:05 Tool-Tipp von Tilo Bonow: Elvah
50:30 Verabschiedung, Vorschläge und sprecht mit uns unter #TalkingDigital

Talking Digital Tool-Tipp:
Elvah, im Flatrate-Modell Ladestationen für Elektroautos finden: https://www.elvah.de/

Talking Digital unter drei – Von mangelnder Vielfalt, den immer gleichen Expert_innen und dem PR-Nachwuchs (E 81)

Vier Wochen ist es mittlerweile her, dass Kristin, Timo und Sachar unter drei gesprochen haben. Dementsprechend gibt es viel nachzuholen und zu diskutieren: In Episoden 81 geht es um mangelnde Vielfalt in der Kommunikationsbranche, immer gleiche Expert:innen in der Medienberichterstattung sowie mangelhafte Telefongewohnheiten des PR-Nachwuchses.

Kristin war Anfang November in der Jury des 30u30-Wettbewerbs. Die Aufgabe dieses Jahr griff ein Thema auf, mit dem sich Kristin schon in verschiedenen Arbeitsumfeldern beschäftigt hat: Ist die deutsche Kommunikationsbranche divers genug? Was können wir aktiv für ein vielfältiges Umfeld tun? Die drei diskutieren konkrete Impulse, um den Zugang zum Beruf Kommunikator:in für mehr Menschen zu öffnen, schauen aber auch auf den wachsenden Anspruch von Auftraggeber:innen mit Blick auf vielfältige Teams bei ihren Dienstleiter:innen.

Nicht ganz so offen ist der PR-Nachwuchs was das Thema „Telefonieren“ angeht. Mit dieser These greift Timo eine aktuelle Debatte rund um ein Gespräch mit Wigan Salazar im PR-Report Podcast auf. Die Diskussion reicht von Telefon verfechten bis abschwören, und vielleicht ist es gar nicht so sehr ein Generationenkonflikt, als persönliche Präferenz, denn auch Sachar fühlt sich durch spontane Anrufe in einem eng getakteten Tag nicht nur in der Konzentration gestört, sondern auch aus seinem Schutzraum gerissen. Er schätzt die asynchrone Arbeit, bei der jede:r dem eigenen Tempo folgen kann.
Zu guter Letzt geht es um die gute alte Filterblase. Sachar sieht in Medien und Netzwerken die immer gleichen Expert:innen zu Wort kommen Auf der Suche nach Lösungen diskutieren die drei das Lesen internationaler Medien für zusätzliche Perspektiven und das bewusste Beschäftigen mit Inhalten, zu denen man sich regulär nicht angezogen fühlt.

Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:36 Vielfalt in der Kommunikation
06:18 Mehr Erfolg mit einem diversen Team
12:00 Ist Diversität immer richtig?
21:04 Sprache und Zugang in der Kommunikation
24:30 Timo bricht eine Lanze für das Telefon
28:41 Der Anruf als Eingriff in den Schutzraum
31:37 Der spontane Anruf als Tool
37:08 Filterblase: Immer die gleichen Expert:innen
39:21 Nicht immer dasselbe Rezept, sondern neue Gerichte kochen
49:53 Verabschiedung, Vorschläge und sprecht mit uns unter #TalkingDigital

PR Report Podcast mit Wigan Salazar:
https://www.prreport.de/singlenews/uid-928173/wie-mundfaul-ist-die-pr-branche/

Talking Digital: Journalist:innen als Marke mit Andreas Weck (t3n) (Episode 80)

Hamburg, Hannover, San Francisco, Berlin. Andreas Weck hat nicht nur schon an vielen verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet, sondern auch schon über viele unterschiedliche Themen geschrieben. Seit einigen Jahren treibt er die Themen Arbeit, Karriere und Management bei t3n, quasi DEM Magazin für Digitalwirtschaft, voran. In der aktuellen Episode spricht Andreas mit Timo und Sachar über seinen Karriereweg, die Historie von t3n, was es bedeutet, als Journalist:in eine Marke geworden zu sein und beantwortet Fragen interessierter Hörer:innen.

Damit wären wir auch schon mittendrin. Denn Andreas macht durchaus einiges anders als seine Kolleg:innen. So hat er schon früh gewusst, Soziale Medien für sich zu nutzen und Fragen, die ihn beschäftigen und über die er gerne schreiben würde, in den öffentlichen Raum zu transportieren. Ihm war es wichtig, Leser:innen zu Wort kommen zu lassen. „Ich habe ein Türchen gefunden, um in die Köpfe der Leute zu gelangen und dadurch super viele interessante Antworten und Gedanken erhalten.” Das ist ein Baustein, wie es Andreas gelungen ist, eine Marke und 2019 sogar Top Voice von LinkedIn zu werden. Dennoch findet er, dass Journalist:innen erst einmal gute Arbeit machen und gute Artikel schreiben sollten, bevor sie anfangen, sich zu vermarkten. „Dann kommt der Rest von alleine. Ich finde es aber nie verkehrt, den Weg zu gehen – wenn man Bock drauf hat.” Sich selbst zu vermarkten, passt schließlich nicht zu jeder Person. „Es ist aber auf jeden Fall eine Möglichkeit, sich in seiner Karriere besser zu positionieren.”

In Andreas’ Tür kommt man übriges via Twitter, wenn er mal wieder eine Frage an die User:innen stellt oder als PRler via E-Mail, ein unvorbereiteter Anruf mit unbekannter Nummer ist nicht so sein Ding. New Work dagegen schon viel mehr. Schließlich schreibt er über dieses Thema schon einige Jahre, weil er gemerkt hat, dass er in diesem Bereich selbst Nachholbedarf und einfach Lust hatte, besser zu werden. Es sei aber auch wichtig, den Kopf mal aus seiner New-Work-Bubble herausziehen. Daher spricht er auch viel mit Menschen, die nicht in seiner Branche arbeiten. „Mein Bruder ist Koch. Wenn ich ihm was von New Work erzähle, dann zeigt er mir den Vogel. Er hat Schichtarbeit, arbeitet an Wochenenden und Feiertagen. Für ihn und meine Eltern bin ich ein Alien. Aber ich finde es gut, dass sie mich aus dem Start-up Szene mal rausholen.“

Andreas nimmt sich außerdem viel Zeit für die Fragen, die ihm Timo und Sachar mitgebracht haben. Neben der angesprochenen New-Work-Bubbel diskutieren die drei unter anderem darüber, ob Journalismus Haltung zeigen muss oder Objektivität bewahren sollte. Andreas hat da eine klare Meinung: „Journalist:innen müssen eine Haltung haben!” Schließlich besitzt jeder Mensch eine Meinung – und diese wird dann logischerweise auch in einem Artikel sichtbar. Das gelte übrigens auch für Medien, die eher in eine konservative (FAZ), linke (TAZ) oder libera (ZEIT) Richtung gehen. In die Richtung PR geht die Frage von Kristin, die diesmal leider nicht beim Podcast dabei sein kann: Wie sieht es mit der Digialkomperenz der PRler aus? „Leider gibt es nach wie vor Agenturen, die Themen ins Blaue schießen und bei Nachfragen einfach gar keine Ahnung haben. Das ist super schade, denn damit ist die Geschichte eigentlich schon für mich erledigt, weil im Vorfeld zur Identifikation schon so viel Zeit drauf geht, dass ich lieber ein anderes Thema mache. Es gibt aber auch auf jeden Fall andere Agenturen, die das richtig gut machen und wissen, wovon sie sprechen.“

Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:27 Intro Andreas Weck und Hannover vs. Berlin
05:53 Was ist der t3n-Kosmos?
09:34 Über Arbeit, Karriere & Management
12:14 Küchenchef mit wie vielen Gerichten?
15:12 Social Media und E-Mail: Welche Tür zu Andreas nehmen?
22:24 Q&A Part 1: Haltung, Squid-Game und Bubble
28:14 Journalist:innen als Marke
33:21 Q&A Part 2: Digitalkompetenz in der PR, Definition von New Work und Trends
38:40 Tool Tipp mit Andreas Weck
44:08 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital und Verabschiedung

 

Buchtipp:
Simon Sinek – Start with Why

Link zur Talking Digital Episode mit Andy Lenz:
https://talkingdigital.de/2017/08/16/geheime-sonderfolge-digital-city-hannover-mit-andy-lenz/

Social Media Profile von Andreas Weck:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreas-weck-784022113/
Twitter: https://twitter.com/AndreasWeck
Instagram: https://www.instagram.com/andwec

Tool Tipp Andreas Weck:
Fokusmate: https://www.focusmate.com/

Talking Digital unter drei: Unsere top Learnings und Fails in der PR. Über Agenturen, Home-Office und lebenslanges Lernen. (Episode 79)

Timo hat eine Twitterperle entdeckt. Der Journalist Alex Lieberman hat erfolgreiche Gründer:innen auf Twitter gefragt, welche großen Fehler sie beim Aufbau ihres Business gemacht haben. Diese Learnings nehmen Kristin, Timo und Sachar in dieser Folge zum Anlass, um auf die PR-Branche schauen.

Timo startet seine PR-Fails damit, dass nett sein nicht immer hilfreich ist. „Ich war häufig viel zu nett, anstatt Dinge direkt zu benennen.“ Schließlich sei es ja sogar sehr hilfreich, bei Mitarbeiter:innen wie Kund:innen konstruktives Feedback zu äußern. Das spielt auch bei seinem zweiten Learning eine Rolle: Denn eine direkte Kommunikation beim Erwartungsmanagement und bei der Zielsetzung hätte er gerne schon früher angewendet.
Kristin Learnings beziehen sich auf fehlende Kommunikation anstatt von Reputationsbildung das Finden von richtigen Kommunikationsanlässen für größere Agenda Setting-Kampagnen und wie das Tagesgeschäft in Kommunikationsabteilungen auch in Krisenzeiten erfolgreich weiterlaufen kann, anstatt das eine ganze Abteilung lahm zu legen.
Sachar größter Fail bestand im Beharren und Verharren an einer Strategie, die man initial erstellt hat. Klar, braucht es für eine substanzielle Kommunikation eine Basis, die auf den Status quo ausgelegt ist. Aber viele Businesses sind heute so agil, dass eine gute Strategie fortwährend auf den Prüfstand gestellt werden sollte.
Kristin bringt außerdem das Thema Weiterbildung in der Kommunikation in die Diskussionsrunde ein. Dabei geht es vor allem darum, wie es gelingen kann, lebenslanges Lernen zu institutionalisieren. Nach der Ausbildung (einem Traineeship oder einem Volontariat) steht in der Kommunikation regelmäßig ein Kongress oder eine Weiterbildung an. Kristin beschäftigt aber die Frage, wie man es schaffen kann, Teams ständig weiterzuentwickeln.

Und zum Schluss muss Sachar zugeben, dass er sich in Rage geärgert hat, als er bei W&V auf ein Interview mit Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA, gestoßen ist. Es ging dabei um die Forderung, dass Agentur-Mitarbeiter:innen nun endlich wieder zurück ins Büro sollten, da nur so kreative Arbeit entstehen könne. Sachar sieht das grundlegend anders. Seiner Meinung nach entsteht so ein Arbeitsbild, das sich gegen jegliche Veränderungen und Technologie sträube. Ja, ein Büro als Ort der Zusammenkunft kann Sinn machen, ist aber bei weitem kein Muss. Sowohl ein gutes Onboarding und als auch hervorragende strategische und kreative Arbeit funktionieren Dank vieler Tools heute mindestens genauso gut.

Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:15 Nett sein ist nicht immer hilfreich
07:45 Zum Beginn jeder Beziehung: Erwartungsmanagement
09:47 Nicht nicht kommunizieren!
11:28 Richtige Audience für einen Kick-off finden
12:48 Krisenkommunikation am besten in Taskforces
14:32 Kein Beharren und Verharren an einer Strategie
23:04 Lebenslanges lernen institutionalisieren
35:23 Das Remote-Setting ist vorbei. Lang lebe das Remote-Setting!
50:50 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital und Verabschiedung

Links zu dieser Folge:
Buchtipp: Radical Candor: How to Get What You Want by Saying What You Mean
https://www.amazon.de/dp/1529038340/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_QEHAZC0PAWNMSTQQ57BN
Alex Lieberman: https://twitter.com/businessbarista/status/1441752884341874697?s=12
Artikel W&V: https://www.wuv.de/wuvplus/agenturen_muessen_endlich_ihre_leute_zurueckholen

BdKom, Kommunikationskongress und Berufsfeldstudie Kommunikatorinnen mit Regine Kreitz, Präsidentin des BdKom (E78)

In der aktuellen „Talking Digital“ Episode ist Regine Kreitz bei Sachar und Timo zu Gast. Sie ist hauptberuflich Director Marketing and Communications bei „Climate-KIC“, einer Initiative der EU für klimafreundliche Innovationen. Zusätzlich ist sie Präsidentin des Bundesverbandes der Kommunikatoren e. V. (BdKom), welcher den Themenschwerpunkt der heutigen Folge ausmacht.

Zunächst spricht Regine mit Sachar und Timo über ihren beruflichen Werdegang, erklärt was hinter dem BdKom steckt und verweist auf deren Namensänderung. In diesem Zusammenhang bittet Sachar Regine noch einmal historisch zurückzublicken und neben dem Wandel des BdKom auch auf die Veränderung der Kommunikationsbranche einzugehen.

Darauf folgt eine kurze Erläuterung des „Kom“ Magazins und des Kommunikations-kongress des BdKom. Der Kommunikationskongresses 2021 fand in diesem Jahr Corona geschuldet als Hybrid unter dem Motto „Aufbrechen“ statt. Was genau das bedeutet erklärt Regine, schildert Eindrücke und nennt thematische Schwerpunkte. Doch wie sieht die Zukunftsplanung des Kommunikationskongresses aus? Wieder ausschließlich Präsenz oder bleibt es bei Hybrid? Diese Frage stellte sich Sachar und bekam von Regine ihre ganz persönliche Einschätzung.

Ein weiteres Thema, welches Timo und Sachar merklich unter den Nägeln brannte, war die diesjährige Berufsfeldstudie des BdKom. Themenschwerpunkte waren unter anderem Gehalt, Auswirkungen der Coronakrise auf die Kommunikator:innen und Entwicklung der Geschlechterverteilung. Zahlen, Daten, Fakten und interessante Erkenntnisse entfachen eine spannende Diskussion, bei der alle beteiligten ihre Erfahrungen schildern.

Shownotes:
0:18 Begrüßung
1:35 Gastvorstellung
2:02 Wer ist Regine Kreitz?
3:40 Was ist der BdKom?
6:06 Der Wandel des BdKom und die Veränderung der Kommunikationsbranche
10:31 Das „Kom“-Magazin des BdKom
13:08 Was vermittelt der Kommunikationskongress?
14:40 Kommunikationskongress 2021 als Hybrid – Eindrücke, Themen und Zukunftsplanung
26:42 Transparenz durch die diesjährige Berufsfeld-Studie – Zahlen, Daten, Fakten und spannende Erkenntnisse in der Diskussion
46:50 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital auf Twitter oder LinkedIn
48:02 TalkingDigital-Tooltip von Regine Kreitz
49:23 Abmoderation und Verabschiedung

Links zu dieser Folge:
www.bdkom.de  – mit allen INfos u.a. auch zu den Awards
www.kom-profession.de Berufsfeldstudie
Anmeldung zum Newsletter BdKom/News: https://bdkom.de/medien/bdkomnews
www.kom.de (Magazin)
www.kommunikationskongress.de
LinkedIn-Profil Regine Kreitz: https://www.linkedin.com/in/reginekreitz/

Talking Digital unter drei mit Gast-Host Solveig Gode, Business Insider: Das Rollenverständnis von PR und Journalismus und was macht eigentlich eine:n echte:n Expert:in aus? (Episode 77)

Timo befindet sich im wohlverdienten Urlaub und wird in der aktuellen Folge “Talking Digital unter drei” gebührend vertreten von Solveig Gode vom Business Insider. Als Gast-Host ergänzt Solveig die Diskussionen von Sachar und Kristin und ordnet die aktuellen Debatten journalistisch ein.

Eine Diskussion, die zuletzt an kaum einer Redaktion oder einem Kommunikationsteam vorbeigegangen ist, war die Forderung des Beirats der jungen Digitalwirtschaft nach einer Disziplinierung der Presse in einem Positionspapier für das Wirtschaftsministerium, um so die positive Berichterstattung zu Börsengängen junger Digitalunternehmen zu fördern. Eine Steilvorlage für Solveig, die diese Story nicht nur einordnet, sondern noch einmal deutlich aufzeigt, wo die Grenzen der Zusammenarbeit von Redakteur:innen und Unternehmer:innen erreicht sind. Parallel fragt sich Sachar, ob der fahrlässige Umgang mit der Verantwortung, die mit der Arbeit und dem Amt als Beirät:in einhergeht, symptomatisch ist für eine mögliche Hybris von Digitalunternehmer:innen. Mehrere der Beiratsmitglieder hatten zugegeben, nicht an der Beiratssitzung teilgenommen, das Positionspapier vor Veröffentlichung nicht gelesen und dennoch mit ihrem Namen unterzeichnet zu haben.

Im zweiten – themenverwandten – Teil, diskutieren Kristin, Sachar und Solveig über Thought Leadership und Expert:innenpositionierung. Häufig nennen Unternehmer:innen dieses selbst gesteckte Ziel, wenn es darum geht sie selbst oder ihre Unternehmen in die Öffentlichkeit zu bringen. Solveig teilt Einblicke, welche Rolle eigentlich Expert:innen in der Berichterstattung spielen, warum die Gründung eines Unternehmens nicht zwingend eine Qualifizierung zum Expert:innenstatus ist, wie sich Wissenschaftler:innen und Unternehmer:innen in ihren Expert:innenstatements unterscheiden und wonach konkret sie für ihre Berichterstattung sucht. Gemeinsam überlegen sie, warum es noch immer mehr Experten als Expertinnen in den Medien gibt und wie Schweizer Medientreibende dem entgegen arbeiten wollen.


Shownotes:
00:18 Begrüßung
00:57 Wer ist Solveig Gode und der Podcast Macht und Millionen über echte
Wirtschaftskrimis
04:50 Casa Beirat der jungen Digitalwirtschaft
11:56 Hybris und der kommunikative Umgang der Beteiligten mit dem Vorfall
16:20 Case Wirecard
20:26 Was macht für Journalist:innen eigentlich ein:e Expert:in aus?
31:48 Mehr Expertinnen in der medialen Berichterstattung
43:40 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital und Verabschiedung

Links zu dieser Folge:
https://www.businessinsider.de/themen/macht-und-millionen/
https://www.businessinsider.de/autoren/solveig-gode/2/?order=popular

Hate Speech und Bürger:innen-Dialog auf Social Media mit Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation (E 76)

In dieser Episode von Talking Digital spricht Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation mit Kristin und Timo über die Herausforderungen bei der Unternehmenskommunikation der ARD.

WDR, NDR, SWR, HR … die Liste der Sender des ersten öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm Deutschlands – der ARD – ist lang. 15 Sender sind es insgesamt, mehr als 100 Kanäle gilt es zu bespielen und täglich unzählige Themen zu bearbeiten. Die ARD-Kommunikation unterliegt einer sehr komplizierten Stakeholder-Landschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, die es gilt im Blick zu behalten. „Gerade das macht es doch spannend”, findet Birand Bingül, seit 2020 Leiter der ARD-Kommunikation. Der ehemalige Journalist und Buchautor ist mit seinem Team für den direkten Austausch mit Medien und Zuschauer:innen über Social Media, Content auf eigenen Kanälen und durch Kampagnen und bei Events zuständig.

Social Media spielt dabei auch in der ARD-Kommunikation eine immer größere Rolle.
Von frühmorgens bis in die späten Abendstunden betreibt das ARD Social Media Team Monitoring und Community Management, um angemessen und schnell auf Hate Speech im Netz, genauso aber auch auf berechtigte Kritik reagieren zu können. „Schweigen auf Social Media ist keine Antwort”, findet Bingül. Gerade in Hinblick auf „Trolle“ im Netz, die bewusst Krach um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen. Außerdem sei man viel glaubwürdiger, wenn man zu den Zeiten im Netz unterwegs ist, zu denen es auch die Community ist.

Bei seiner Kommunikation versucht das Team von Bingül, immer sachlich zu agieren, wenn möglich aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern und Haltung: „Wir sagen offen und ehrlich, wenn wir etwas nicht richtig gemacht haben. Keiner gibt Fehler gerne zu. Aber schließlich machen wir unseren Content im Auftrag der Bürger:innen, die dafür zahlen.”

Und die größten Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation in der Zukunft? Zum einen gehe es darum, folgende Fragen beantworten zu können: „Gibt es Klarheit und Commitment auf allen Ebenen, was kommuniziert wird und bin ich in der Lage, das richtig rüber zu bringen“? An zweiter Stelle nennt Bingül die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI), die aus seiner Sicht großes Potenzial besitzt. „KI wird unsere Kommunikation nicht übernehmen, uns aber sicherlich dabei unterstützen.“

Shownotes:
00:18 Begrüßung
00:58 Intro Birand Bingül
02.48 Sortierung, Fokus und Priorisierung bei der ARD-Themenvielfalt
08:00 Aufbau der ARD-Kommunikationsabteilung
12:40 Umgeben von Journalist:innen: Geschenk oder Herausforderung?
15:42 Vom Journalisten zum Kommunikator
18:38 Umgang mit Hatern im Netz
28:45 Die ARD auf Instagram, Twitter und LinkedIn
32:16 LinkedIn Kommunikation und 24/7 statt 9/5
37:47 Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation
40:37 Der Talking Digital Tool Tipp

TOOLTIPP
Teams auf dem Handy: https://www.microsoft.com

Birand Bingül auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/birand-binguel

CEO Kommunikation – Talking Digital mit Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG (Episode 75)

Talking Digital mit Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG (Episode 75).

In dieser Episode von Talking Digital spricht Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG, mit Kristin und Sachar darüber, was es bedeutet, DAX-CEO Herbert Diess kommunikativ zu betreuen.

Elektroautos statt Verbrennerfahrzeuge, autonomes Fahren statt selbst das Steuer zu lenken. Volkswagen befindet sich aktuell in der wohl größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Diese weitreichenden Veränderungen sorgen im Unternehmen extern wie intern für einen erhöhten Kommunikationsbedarf. „Durch die Person Herbert Diess lässt sich dieser Wandel sehr gut erklären, einordnen und vor allem auch vorantreiben”, so Michael Manske. „Unser Job ist es, zu entscheiden, welcher Kanal der Beste ist, um unsere Themen zu setzen.“

Diess hat auf LinkedIn rund 199.220 Follower, auf Twitter sind es 32.800 – hier hat der VW-CEO seit dem Aufsetzen seines Profils vor einem halben Jahr einen Raketenstart hingelegt. Diess zählte bereits zu den meist zitierten, kommentierten und genannten DAX-CEOs in Deutschland bevor er selbst überhaupt dem Netzwerk beigetreten war. Der Volkswagen CEO und sein Kommunikationsteam haben früh die Relevanz der Sozialen Medien in der internen und externen Kommunikation erkannt. Wöchentlich investiert Diess mindestens zwei Stunden für die Redaktionskonferenz, kein Kommentar, kein Post wird veröffentlicht, bevor er ihn nicht gelesen hat. LinkedIn zählt laut Manske auch zu den effektivsten Tools, wenn es darum geht die 660.000 Mitarbeitenden in 153 Ländern zu erreichen.

Insgesamt setzt Manske bei der Kommunikation nach außen auf eine Mischung zwischen unterhaltsamen Content und ernsthaften Themen. Wichtig ist, dass die Beiträge authentisch sind, findet er. „Wenn ich einem CEO auf Twitter oder LinkedIn folge, dann möchte ich seine persönliche Haltung sehen und den Menschen dahinter wahrnehmen. Sonst kann ich auch dem Corporate-Account folgen.“ Abschließend teilt er noch die drei größten Learnings aus den zurückliegenden Monaten in der CEO-Kommunikation: Wie man authentisch kommuniziert, Community Management betreibt und wo politischen Themen am besten funktionieren.


Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:12 Intro Michael Manske: Warum Wolfsburg?
04.00 Was es bedeutet, Herbert Diess kommunikativ zu betreuen
07:11 Diess’ Aktivitäten auf LinkedIn und Twitter
11:50 Wie viel Diess steckt in den Social-Media-Posts?
17:17 Warum überhaupt Social Media?
20:27 Das Verhältnis zwischen dem Menschen und der Rolle
25:38 3 Learnings aus der VW-Kommunikation
28:18 Die großen Probleme von LinkedIn
31:07 Zukünftige CEO-Kommunikation: Herbert Diess bald auf TikTok?
37:14 Wie viel Zeit sollte ein CEO für Kommunikation bereitstellen?
39:30 Der Talking Digital Tooltipp

TOOLTIPP
Frame.io: https://www.frame.io

Links:
https://twitter.com/Herbert_Diess
https://www.linkedin.com/in/herbertdiess
https://keynote-group.com/de/insights/2020-ceo-twitter-monitor