Talking Digital unter drei mit Gast-Host Solveig Gode, Business Insider: Das Rollenverständnis von PR und Journalismus und was macht eigentlich eine:n echte:n Expert:in aus? (Episode 77)

Timo befindet sich im wohlverdienten Urlaub und wird in der aktuellen Folge “Talking Digital unter drei” gebührend vertreten von Solveig Gode vom Business Insider. Als Gast-Host ergänzt Solveig die Diskussionen von Sachar und Kristin und ordnet die aktuellen Debatten journalistisch ein.

Eine Diskussion, die zuletzt an kaum einer Redaktion oder einem Kommunikationsteam vorbeigegangen ist, war die Forderung des Beirats der jungen Digitalwirtschaft nach einer Disziplinierung der Presse in einem Positionspapier für das Wirtschaftsministerium, um so die positive Berichterstattung zu Börsengängen junger Digitalunternehmen zu fördern. Eine Steilvorlage für Solveig, die diese Story nicht nur einordnet, sondern noch einmal deutlich aufzeigt, wo die Grenzen der Zusammenarbeit von Redakteur:innen und Unternehmer:innen erreicht sind. Parallel fragt sich Sachar, ob der fahrlässige Umgang mit der Verantwortung, die mit der Arbeit und dem Amt als Beirät:in einhergeht, symptomatisch ist für eine mögliche Hybris von Digitalunternehmer:innen. Mehrere der Beiratsmitglieder hatten zugegeben, nicht an der Beiratssitzung teilgenommen, das Positionspapier vor Veröffentlichung nicht gelesen und dennoch mit ihrem Namen unterzeichnet zu haben.

Im zweiten – themenverwandten – Teil, diskutieren Kristin, Sachar und Solveig über Thought Leadership und Expert:innenpositionierung. Häufig nennen Unternehmer:innen dieses selbst gesteckte Ziel, wenn es darum geht sie selbst oder ihre Unternehmen in die Öffentlichkeit zu bringen. Solveig teilt Einblicke, welche Rolle eigentlich Expert:innen in der Berichterstattung spielen, warum die Gründung eines Unternehmens nicht zwingend eine Qualifizierung zum Expert:innenstatus ist, wie sich Wissenschaftler:innen und Unternehmer:innen in ihren Expert:innenstatements unterscheiden und wonach konkret sie für ihre Berichterstattung sucht. Gemeinsam überlegen sie, warum es noch immer mehr Experten als Expertinnen in den Medien gibt und wie Schweizer Medientreibende dem entgegen arbeiten wollen.


Shownotes:
00:18 Begrüßung
00:57 Wer ist Solveig Gode und der Podcast Macht und Millionen über echte
Wirtschaftskrimis
04:50 Casa Beirat der jungen Digitalwirtschaft
11:56 Hybris und der kommunikative Umgang der Beteiligten mit dem Vorfall
16:20 Case Wirecard
20:26 Was macht für Journalist:innen eigentlich ein:e Expert:in aus?
31:48 Mehr Expertinnen in der medialen Berichterstattung
43:40 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital und Verabschiedung

Links zu dieser Folge:
https://www.businessinsider.de/themen/macht-und-millionen/
https://www.businessinsider.de/autoren/solveig-gode/2/?order=popular

Hate Speech und Bürger:innen-Dialog auf Social Media mit Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation (E 76)

In dieser Episode von Talking Digital spricht Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation mit Kristin und Timo über die Herausforderungen bei der Unternehmenskommunikation der ARD.

WDR, NDR, SWR, HR … die Liste der Sender des ersten öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm Deutschlands – der ARD – ist lang. 15 Sender sind es insgesamt, mehr als 100 Kanäle gilt es zu bespielen und täglich unzählige Themen zu bearbeiten. Die ARD-Kommunikation unterliegt einer sehr komplizierten Stakeholder-Landschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, die es gilt im Blick zu behalten. „Gerade das macht es doch spannend”, findet Birand Bingül, seit 2020 Leiter der ARD-Kommunikation. Der ehemalige Journalist und Buchautor ist mit seinem Team für den direkten Austausch mit Medien und Zuschauer:innen über Social Media, Content auf eigenen Kanälen und durch Kampagnen und bei Events zuständig.

Social Media spielt dabei auch in der ARD-Kommunikation eine immer größere Rolle.
Von frühmorgens bis in die späten Abendstunden betreibt das ARD Social Media Team Monitoring und Community Management, um angemessen und schnell auf Hate Speech im Netz, genauso aber auch auf berechtigte Kritik reagieren zu können. „Schweigen auf Social Media ist keine Antwort”, findet Bingül. Gerade in Hinblick auf „Trolle“ im Netz, die bewusst Krach um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen. Außerdem sei man viel glaubwürdiger, wenn man zu den Zeiten im Netz unterwegs ist, zu denen es auch die Community ist.

Bei seiner Kommunikation versucht das Team von Bingül, immer sachlich zu agieren, wenn möglich aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern und Haltung: „Wir sagen offen und ehrlich, wenn wir etwas nicht richtig gemacht haben. Keiner gibt Fehler gerne zu. Aber schließlich machen wir unseren Content im Auftrag der Bürger:innen, die dafür zahlen.”

Und die größten Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation in der Zukunft? Zum einen gehe es darum, folgende Fragen beantworten zu können: „Gibt es Klarheit und Commitment auf allen Ebenen, was kommuniziert wird und bin ich in der Lage, das richtig rüber zu bringen“? An zweiter Stelle nennt Bingül die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI), die aus seiner Sicht großes Potenzial besitzt. „KI wird unsere Kommunikation nicht übernehmen, uns aber sicherlich dabei unterstützen.“

Shownotes:
00:18 Begrüßung
00:58 Intro Birand Bingül
02.48 Sortierung, Fokus und Priorisierung bei der ARD-Themenvielfalt
08:00 Aufbau der ARD-Kommunikationsabteilung
12:40 Umgeben von Journalist:innen: Geschenk oder Herausforderung?
15:42 Vom Journalisten zum Kommunikator
18:38 Umgang mit Hatern im Netz
28:45 Die ARD auf Instagram, Twitter und LinkedIn
32:16 LinkedIn Kommunikation und 24/7 statt 9/5
37:47 Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation
40:37 Der Talking Digital Tool Tipp

TOOLTIPP
Teams auf dem Handy: https://www.microsoft.com

Birand Bingül auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/birand-binguel

CEO Kommunikation – Talking Digital mit Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG (Episode 75)

Talking Digital mit Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG (Episode 75).

In dieser Episode von Talking Digital spricht Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG, mit Kristin und Sachar darüber, was es bedeutet, DAX-CEO Herbert Diess kommunikativ zu betreuen.

Elektroautos statt Verbrennerfahrzeuge, autonomes Fahren statt selbst das Steuer zu lenken. Volkswagen befindet sich aktuell in der wohl größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Diese weitreichenden Veränderungen sorgen im Unternehmen extern wie intern für einen erhöhten Kommunikationsbedarf. „Durch die Person Herbert Diess lässt sich dieser Wandel sehr gut erklären, einordnen und vor allem auch vorantreiben”, so Michael Manske. „Unser Job ist es, zu entscheiden, welcher Kanal der Beste ist, um unsere Themen zu setzen.“

Diess hat auf LinkedIn rund 199.220 Follower, auf Twitter sind es 32.800 – hier hat der VW-CEO seit dem Aufsetzen seines Profils vor einem halben Jahr einen Raketenstart hingelegt. Diess zählte bereits zu den meist zitierten, kommentierten und genannten DAX-CEOs in Deutschland bevor er selbst überhaupt dem Netzwerk beigetreten war. Der Volkswagen CEO und sein Kommunikationsteam haben früh die Relevanz der Sozialen Medien in der internen und externen Kommunikation erkannt. Wöchentlich investiert Diess mindestens zwei Stunden für die Redaktionskonferenz, kein Kommentar, kein Post wird veröffentlicht, bevor er ihn nicht gelesen hat. LinkedIn zählt laut Manske auch zu den effektivsten Tools, wenn es darum geht die 660.000 Mitarbeitenden in 153 Ländern zu erreichen.

Insgesamt setzt Manske bei der Kommunikation nach außen auf eine Mischung zwischen unterhaltsamen Content und ernsthaften Themen. Wichtig ist, dass die Beiträge authentisch sind, findet er. „Wenn ich einem CEO auf Twitter oder LinkedIn folge, dann möchte ich seine persönliche Haltung sehen und den Menschen dahinter wahrnehmen. Sonst kann ich auch dem Corporate-Account folgen.“ Abschließend teilt er noch die drei größten Learnings aus den zurückliegenden Monaten in der CEO-Kommunikation: Wie man authentisch kommuniziert, Community Management betreibt und wo politischen Themen am besten funktionieren.


Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:12 Intro Michael Manske: Warum Wolfsburg?
04.00 Was es bedeutet, Herbert Diess kommunikativ zu betreuen
07:11 Diess’ Aktivitäten auf LinkedIn und Twitter
11:50 Wie viel Diess steckt in den Social-Media-Posts?
17:17 Warum überhaupt Social Media?
20:27 Das Verhältnis zwischen dem Menschen und der Rolle
25:38 3 Learnings aus der VW-Kommunikation
28:18 Die großen Probleme von LinkedIn
31:07 Zukünftige CEO-Kommunikation: Herbert Diess bald auf TikTok?
37:14 Wie viel Zeit sollte ein CEO für Kommunikation bereitstellen?
39:30 Der Talking Digital Tooltipp

TOOLTIPP
Frame.io: https://www.frame.io

Links:
https://twitter.com/Herbert_Diess
https://www.linkedin.com/in/herbertdiess
https://keynote-group.com/de/insights/2020-ceo-twitter-monitor

Talking Digital unter drei: Zusammenlegung von Marketing und PR, New Work als Lippenbekenntnis und stänkernde CEOs auf Twitter. (Episode 74)

Holt das Popcorn raus! Nein, wir gehen nicht ins Kino, sondern verfolgen auf Twitter CEOs börsengelisteter Unternehmen. Nicht nur Kristin, sondern auch zahlreiche Medien und Shareholder haben verfolgt wie sich Just Eat CEO Jitse Groen erst mit dem Uber und später auch mit Delivery Hero CEO anlegte. Kennt man solch öffentlichen Auseinandersetzungen sonst eher aus dem twitterfreudigen Amerika, fragt sich Kristin, ob sich auch hierzulande eine neue Tendenz, Authentizität, Offenheit und Angriffslustigkeit bei der CEO Kommunikation entwickelt.

Zum Thema New Work könnte man meinen, man hätte schon alles gehört und gelesen. Sachar stößt aber genau das auf: Auf Unternehmenskanälen wird darüber geschrieben und gesprochen, die Initiativen werden von der Unternehmenskommunikation oder der Personalabteilung initiiert, das Management sieht das Thema aber nicht als strategische relevante Komponente. Eine „Bottom-Up“-Initiative sei so nicht nachhaltig, als würde das Ganze aus echten betriebswirtschaftlichen Anlässen heraus getrieben.

Timo findet vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bei Daimler und BMW gerade die Diskussion spannend, inwiefern es Sinn macht, Marketing und PR in Unternehmen zusammen zu führen. Die Diskussion erreicht ein neues Level, nachdem  sich auch der „Deutsche Journalisten Verband“ (DJV) zu Wort gemeldet und diese Zusammenlegung als sträflich beurteilt hat. Dahinter verbirgt sich nach Timos Einschätzung auch die Befürchtung vor einer weiter steigenden Relevanz der Owned Media, um unternehmensrelevante News und Argumentationen an die Zielgruppen zu bringen.

Shownotes:
00:18 Begrüßung
01:10 Funktioniert integrierte Kommunikation zwischen Marketing und PR?
09.07 Steigende Relevanz von Owned Media in Unternehmen (auch im Fußball)
13:26 Auflösung durch Erfolgsmessung von PR und Marketing 
15:35 New Work aus der Kommunikationsblase
22:15 Das Bällebad New Work: Für jeden was?
26:05 Stänkernde CEOs auf Twitter: Trend oder Leuchtturm?
30:26 Folgen für PR und Unternehmen durch offensive CEOs auf Twitter
38:50 Mehr Gesicht, Farbe, Inhalt und Persönlichkeit auf Twitter
40:54 Von bunten Schafen auf Twitter
42:05 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital und Verabschiedung

Links zu dieser Folge:
https://twitter.com/jitsegroen
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/essenslieferdienste-saftiger-twitter-schlagabtausch-von-just-eat-uber-ceos-vor-marktstart-in-berlin-a-7d7d2dfe-e03b-4d91-9559-cff2fe3ea3d0
https://www.businessinsider.de/gruenderszene/food/lieferkoenige-im-twitter-beef-takeaway-chef-schiesst-gegen-delivery-hero-gruender-a/
https://www.keynote-group.com/de/insights/2020-ceo-twitter-monitor

Kommunikation und Brand Building für eine Digitalmarke: Talking Digital mit Christina Walke, Head of Communication beim Lufthansa Innovation Hub (Episode 73)

Der Lufthansa Innovation Hub ist so etwas wie die Schnittstelle zwischen der Lufthansa Group und all den anderen Playern im Markt entlang des Reisens, die neue digitale Geschäftsmodelle erschließen. Das Unternehmen testet neue digitale Produkte im Markt, investiert in und baut auch selbst Start-ups im Travel & Tech Ökosystem des Mutterkonzerns. Christina Walke leitet die Kommunikation des Hubs und spricht mit Kristin und Sachar darüber, wie viel Lufthansa tatsächlich im Innovation Hub steckt und warum der Markenaufbau für die unabhängige Digital-Tochter des Konzerns essentiell war.

Schaut man sich Kommunikationskonzepte von Start-ups an, fällt dort häufig der Begriff „Thought Leader“. Der Lufthansa Innovation Hub hat genau das geschafft: Thought Leadership. Drei Jahre in Folge wurde der Hub als bestes Innovations-Team Deutschlands vom Capital Magazin ausgezeichnet. Außerdem hat der Newsletter des Unternehmens bereits 12.000 organisch erreichte Leser:innen. „Dieser Erfolg ist sicherlich nicht gänzlich auf die Kommunikation zurückzuführen“, sagt Christina Walke, „das ist eine Teamleistung aus allen Bereichen: Von New Business über Research.“ Am Ende des Tages mag es auch an den tollen Ergebnissen und den innovativen Start-ups liegen, die der Lufthansa Innovation Hub ausgegründet hat, die ihr Vordenkertum untermauern. „Das macht übrigens auch die Kommunikation leichter, wenn man nicht nach Geschichten suchen muss“, sagt Christina Walke.

Ganz zentral für das Gelingen und den Erfolg des Innovation Hubs ist die Markenbildung. Nicht nur für die Gewinnung von den richtigen Talenten und die Wahrnehmung in der Medienlandschaft, sondern auch weil die neu kreierten Marken der gebauten Startups einen Vorteil im Wettbewerb bringen können. „Von der Marke Lufthansa erwarten die Kund:innen immer 100 Prozent Premium. Weil jedes unserer Ventures aber eine eigenständige Brand ist, können wir hier viel freier in den startup-typischen Experimentiermodus gehen“, so die Kommunikationsexpertin.

SHOWNOTES:

1:30 Wer ist Christina Walke
5:00 Welche Skills hast du aus der Start-up- und Agentur-Zeit mitgenommen?
7:40 Kleines Budget und trotzdem großer Erfolg?
11:00 Start-ups als Sargnagel für große Markenkommunikation
12:50 Wieviel Lufthansa steckt im Innovation Hub
15:55 Wozu braucht es einen Innovation Hub
23:38 Synergien zwischen dem Hub und dem Dachkonzern
26:40 Wie wird man Thought Leader?
28:30 Kommunikation im krisengebeutelten Travel-Segment
31:30 Welche Themen bewegen uns nach Corona
33:50 Die Kraft der Markenbildung
35:20 Wie gestaltet der Lufthansa Innovation Hub Prozesse
40:00 Der Talking Digital Tooltipp
TOOLTIPP:

Talking Digital unter drei: Die Rückkehr ins Büro (oder eben auch nicht), was das für die Kommunikation von Unternehmen bedeutet und wie sich die Arbeitswelt gerade wandelt (Episode 72).

Der Biergarten ist wieder geöffnet und auch den Kaffee darf man jetzt wieder im Café trinken. Deutschland kommt langsam im new normal an – und die Mitarbeitenden im Büro? In den USA schicken zahlreiche Firmen, traditionelle wie digitale, ihre Belegschaft zurück ins Office. Sachar, Kristin und Timo diskutieren in dieser Woche, welche Herausforderungen sich daraus für die Unternehmen und deren interne sowie externe Kommunikation ergeben.

Kristin beschäftigt aktuell vor allem die Frage: “Wollen die Mitarbeiter:innen überhaupt wieder zurück ins Büro und wenn ja, wie viele?” – und stellt fest: Nach der Krise ist vor der nächsten Kommunikations-Challenge. Denn neben dem Arbeitsplatz werden in internen Unternehmenskanälen auch zunehmend politische und gesellschaftliche Debatten geführt, soziale Verantwortung vom Arbeitgeber eingefordert und umgekehrt auch mal Kommentarfunktionen in Slack-Kanälen ausgeschaltet. Dass alle aus dem Homeoffice arbeiten, war anscheinend nicht die größte Herausforderung der digitalen internen Kommunikation.

Sachar geht es vor allem um die Frage: Was für ein Ökosystem baue ich für Menschen, damit sie wirklich produktiv bei der Arbeit sein können und zufrieden das tun, wofür sie morgens aufstehen? Die Wahrnehmung müsse sich vom Unternehmen zum Menschen hin entwickeln.

Timo teilt seine Erfahrungen: Er sehe es immer als schlechtes Zeichen, Kommunikation zu unterbinden. Diskussionen richtig begleiten und moderieren, um die Mitarbeitenden zu einer anderen Art der Kommunikation zu befähigen und dabei die richtigen Maßstäbe finden, ist sein Weg. Abschließend teilen Sachar und Timo ihre Buchtipps – Klassiker und Neuerscheinungen – für die Urlaubszeit.

Shownotes:

00:18 Begrüßung

01:42 Nach der Krise ist vor der nächsten Kommunikations-Challenge

04.30 Timos Erfahrungen aus der digitalen internen Kommunikation

08:00 Der New-Work Faktor: Unternehmenskultur auf dem Prüfstand

12:40 Von unternehmenszentriert zu menschenzentriert

16:25 Flexibles vs. striktes Arbeitsumfeld

21:25 Wie menschenzentriert und divers wollen Unternehmen sein?

26:00 These: Newsrooms fällt die Umstellung leichter

29:30 Kommunikation und Vielstimmigkeit in Unternehmen

34:15 Buchtipps von Sachar

40:08 Sind viele schlaue als ein Einzelner? (Buch)Tipps von Timo

44:18 Verabschiedung

 

Links:

https://www.startribune.com/workers-bring-their-whole-selves-including-political-and-social-ideas-to-work/600057605/

https://world.hey.com/jason/changes-at-basecamp-7f32afc5

https://www.businessinsider.com/apple-tim-cook-return-office-working-from-home-three-days-2021-6

https://www.businessinsider.com/younger-workers-being-in-an-office-benefits-networking-social-2021-5

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-des-tages-corona-partys-homeoffice-pflicht-rente-steuerurteil-a-84d3e70d-d0ad-4c5e-b376-4fc0afad7639

 

(Buch) Tipps

Adam Grant – Geben und Nehmen: Erfolgreich sein zum Vorteil aller

Adam Grant – Thinking Again

Erin Meyer und Reed Hastings – Keine Regeln / No rule rules

 

Paul Watzlawick – Wie wirklich ist die Wirklichkeit

https://www.piper.de/buecher/wie-wirklich-ist-die-wirklichkeit-isbn-978-3-492-31777-1

Ada – Heute das Morgen verstehen Podcast

https://join-ada.podigee.io/

Christian Maertin & Christian Lawrence auf Clubhouse

https://clublink.to/user/christian-maertin

Der Generationenvermittler: Talking Digital mit Nico Kunkel (Episode 71)

Wie steht es um den Nachwuchs in der Kommunikationsbranche? Diese Frage können Sachar und Kristin  sicherlich mit niemandem besser ausdiskutieren, als mit Nico Kunkel. Der Journalist und Kommunikationsprofi ist der Gründer des Formats #30u30 bei dem jährlich die 30 talentiertesten Young Professionals unter 30 Jahren ausgezeichnet werden. In Kooperation mit dem PR Report, bei dem Nico selbst fünf Jahre lang Chefredakteur war, zahlreichen Förderern und Coaches, pitchen die Talente darum, wer der Young Professional des Jahres ist. Im Rahmen der Young PR Pros Initiative versucht Nico außerdem studentische initiativen miteinander zu verbinden. 
„Ich selbst sehe mich als Spielermanager in diesem ganzen Konstrukt und nicht als versteckter Headhunter“, sagt Nico über sich selbst, der sich oft als Recruiter missverstanden sieht. Täglich spricht er mit seinem Netzwerk aus Professionals und jenen, die es noch werden wollen und gibt Ratschläge. Nicht allzu selten wird er dabei auch darauf angesprochen, wieso es keine Versionen des Formats gibt, die Professionals über 30 integrieren würde: „Ich glaube, dass sobald wir in den Senior Professionals Bereich kommen, das Alter nicht die richtige Klammer darstellt“, sagt Nico und macht deutlich, dass er sich auch bereits mit solchen Formaten beschäftigt hat.
Außerdem beantwortet Nico Fragen aus der TalkingDigital Community: Wie erreicht man die GenZ als Arbeitgeber, welche Eigenschaften zeichnen Young Professionals aus und wie gestaltet man (interne) Talentförderung am besten?
Shownotes: 
1:10 Wer ist Nico Kunkel?
4:50 Nachwuchspreise #30u30
6:50 Wird es ein #30ü30 geben?
9:40 10 Jahre #30u30, haben sich die Talente verändert?
15:20 Der Netzwerkgedanke
17:40 Was brauchen Talente um zu wachsen?
23:00 Welchen Stellenwert hat Arbeit für Talente?
27:20 GenZ in der Arbeitswelt
31:30 Sind Young Professionals zu ungeduldig?
36:30 Zuhörer:innen-Fragen
43:40 Der Talking Digital Tooltipp
Tooltipp:
Mediatheken und Streaminganbieter

Talking Digital unter drei: Wir diskutieren über 360° Feedbackkultur, wie man mit Gegnern des Genderns umgeht und Internationalisierung der Kommunikation (Episode 70)

Wo hört gutes Feedback auf und wo fängt geförderte Spionage unter Mitarbeiter:innen an. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Kommentar, der mit der Feedbackkultur bei Zalando ins Gericht geht. Datenschützer:innen forderten den Digitalkonzern auf, die Systematik, wie Feedback gegeben wird, zu verbessern. Kristin berichtet von ihrer Erfahrung bei Zalando und gibt Einblicke in die interne Kommunikation und Feedbackkultur, in der Rückmeldungen der Mitarbeitenden durchaus und nicht zu knapp bottom-up bis in die Vorstandsetage gelangt. Das sei nicht immer leicht und harmonisch, jedoch fördere diese „produktive Reibung“, eine für alle auf Austausch und Wachstum ausgerichtete Kultur.

Sachar bringt den Kommentar des wohl bekanntesten deutschen Philosophen Richard-David Precht mit in die Diskussion. Darin sagt er, dass die gendergerechte Sprache ihr Ziel verfehlen würde. Sachar beschäftigt sich nicht erst seitdem mit der Frage, wie man mit Menschen, die sich in keinster Weise mit der gendergerechten Sprache beschäftigen wollen, argumentativ umgehen könne. Timo teilt konkrete Tools, um Argumentationen auf der logisch-faktischen oder emotionalen Ebene zu begegnen.

Timo treibt die Internationalisierung der Kommunikation um. Er fragt sich, welche Rolle Kommunikator:innen in einer globalisierten und digitalisierten Welt einnehmen werden. Kristin und Sachar teilen direkte Learnings und Herangehensweisen und beantworten die Frage, wann es Sinn macht als Agentur mit den Auftraggeber:innen mitzuwachsen?

Shownotes:

0:18 Begrüßung 
1:20 Wie sieht Feedbackkultur bei Zalando aus?
11:00 Unternehmenskultur vs. Feedbackkultur
16:20 Bottom-Up Feedback bis zur Vorstandsetage
17:50 Ansätze der gendergerechten Sprache
20:15 Wie umgehen mit internen/externen Widerständen 
30:50 hypr goes international – Erfahrungsberichte
34:45 Ansätze der Internationalisierung
36:20 Anforderungen an internationales Arbeiten
40:00 Interkulturelle Unternehmensführung
43:30 Sprecht mit uns unter #TalkingDigital

Kommunikation und Marketing für das NDR Elbphilharmonie Orchester mit Nicole Gerstenfeldt (Episode 69)

Chöre, Konzerte und Orchester – all diese Programmpunkte und Themenfelder koordiniert und begleitet Nicole Gerstenfeldt kommunikativ als Hauptabteilungsleiterin beim NDR. Seit nun zehn Jahren verantwortet sie diesen Kulturschwerpunkt der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt zu dem unter anderem auch das NDR Elbphilharmonie Orchester gehört. Doch vor eine solche Herausforderung wie derzeit, war sie wohl noch nie gestellt. Corona hat die Kultur fest im Griff und zwingt Kulturschaffende zu kreativen Lösungen. Von einigen berichtet Nicole Gerstenfeldt in dieser Episode “Talking Digital”.

Auch, wenn klassische Musik eine sehr lange Tradition hat, die Kommunikation um dieses Themenspektrum ist beim NDR alles andere als altertümlich. „Natürlich ist die klassische Pressearbeit ein wichtiger Bereich“, erzählt Nicole Gerstenfeldt, „jedoch ist das letztliche Produkt, was wir kommunizieren, das Konzerterlebnis und gerade in Zeiten einer weltweiten Pandemie geht es darum, dieses digital abzubilden.“ Glücklicherweise darf das Elbphilharmonie Orchester weiter produzieren und das nicht zu knapp. Mit ausgeklügelten Community-Aktionen und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen eines Orchesters via App, Instagram und Facebook hat es der NDR geschafft ein verhältnismäßig starkes online Publikum aufzubauen. So bleibt Kultur weiterhin zugänglich.

In der aktuellen Folge “Talking Digital” gibt Nicole Gerstenfeldt viele Eindrücke über die kommunikativen Herausforderungen, vor die die Kultur durch die Corona-Pandemie gestellt wurde, preis. Doch sie teilt auch Lösungswege und erzählt, wie sich die zielgruppenspezifische Kommunikation durch die digitalen Medien und Kanalwechsel verändert.


 

Shownotes:
0:50 Wer ist Nicole Gerstenfeldt?
6:10 NDR Elbphilharmonie Orchester vs. Elbphilharmonie
8:50 Konzerterlebnisse während Corona digital abbilden
15:20 Enabling von Musiker:innen für Content-Produktion
17:00 Klassische Musik und die digitalen Kanäle
18:30 NDR Elbphilharmonie Orchester App im digitalen Kommunikationsmix
25:20 „Man muss nicht alles vermarkten“
28:30 „Die Bühne ist jetzt digital“
30:00 Was wird das “New Normal” nach Corona bei Konzerterlebnissen
34:10 Der Talking Digital Tooltipp

 

LINKS:
Web NDR Elbphilharmonie Orchester
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Johannes Brahms  1, Ausschnitt 4. Satz Sinfonie Nr. 1
Benny Goodman: “Sing, Sing, Sing”
Edvard Grieg: Peer Gynt Suite Nr. 1 mit Herbert Blomstedt

 

TOOLTIPP:
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Bild: NDR / Peter Hundert